Heinrich Gartentor ist ein Produkt des Cyberspace - ein Kunstprodukt.

In Schafmatt, dem ersten Teil seiner Autobiographie, rekapituliert ein etwas heruntergekommenes Ich den letzten Winter in Paris und fragt sich, weshalb alles schiefgelaufen ist. Der tristen Schweiz entronnen, schlägt der jugendliche Held sich zuerst als dilettierender Dieb durch das nicht minder graue Paris, begegnet Pennern, schönen Frauen und weiteren dubiosen Gestalten, um nach allerlei Großstadterfahrungen zuletzt hinter Gittern zu landen. Dementsprechend gestaltet sich auch die Sprache - spielerisch, sich selbst nicht allzu ernst nehmend. Auf den Spuren einer Generation X manövriert Schafmatt sich so am Abgrund entlang.

Heinrich Gartentor, Schweizer Internet-Aktivist und Grenzgänger zwischen Literatur und bildender Kunst, berichtet seit 1996 auf seiner Homepage (http://www.gartentor.ch) über seine Arbeit als netter Attentäter und weitere Projekte. Unter http://www.paris.ch läßt er uns direkt in das Paris reisen, wie es im Roman ausführlich beschrieben wird. Zitat aus dem Buch: "Wenn ich auf der Straße oder in der Metro aufregende Leute antraf, konnte ich mir kein Herz fassen und sie ansprechen. Was hätte ich erzählen sollen? Ich sei hier, weil ich aus dem Gymnasium abgehauen sei? Ich beklaue hier Leute? Gewiß hätte man mir Sekunden später die Polizei auf den Hals gehetzt."

Schafmatt 168 S.
ISBN: 3-85165-338-6
Passagen Verlag Wien 1999

Das Heft zu www. paris.ch:
Under Construction 20 S.
u.a. mit Werkstattgespräch von Schnyder Lüdi, Claire mit Heinrich Gartentor.
schw.-w. u. farb. Abb. v. Gartentor, Heinrich; Camenisch, Reto; Ponzio, Ruggero

report Thun 1998

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